Wie Gutfried reagiert


Gutfried lässt die Sau raus

Gutfried Puten Cervelatwurst


04.03.2011 | Nach fast 10.000 Verbraucherbeschwerden hat Gutfried im wahrsten Sinne des Wortes die Sau rausgelassen: Die Puten Cervelatwurst kommt jetzt ohne Schweinefleisch daher. Gutfried versucht die neue Rezeptur zwar als Ergebnis eines „direkten Drahtes“ zum Kunden zu verkaufen. Aber klar ist: Ohne die massiven Verbraucherproteste hätte sich das Schwein nicht ohne weiteres vom Acker gemacht. Ein Erfolg für die Verbraucher!

Gutfried lässt die Sau raus

04.03.2011 | „Verbraucher schätzen wechselseitige Information und Austausch“ titelt Gutfried in sinnfreiem PR-Sprech. So kann man sich massive Verbraucherproteste auch schön reden. Immerhin: Das Schweinefleisch ist aus der Wurst verschwunden. Im Dezember 2010, als foodwatch die Mischwurst kritisiert hatte, klang das noch ganz anders: Auf das Schweinefleisch „möchten und können wir aus geschmacklichen und optischen Gründen nicht verzichten“, ließ Gutfried damals wissen. Das scheint sich nach den vielen tausend Verbraucherbeschwerden nun plötzlich geändert zu haben. Schwein gehabt.

Gutfrieds Antwort auf die Abgespeist-Aktion

17.01.2011 | Gutfried behauptet in dem Anschreiben, Verbraucher und Kunden „sehr Ernst“ zu nehmen. „Anliegen, Wünsche und Verbesserungsvorschläge“ seien „wichtige Informationen“ für das Unternehmen. Dennoch pocht Gutfried darauf, „offen, vollständig und lückenlos“ über die Rezeptur „aller Produkte“ zu informieren. Dass das jedoch nur im Kleingedruckten geschieht, verschweigt der „Geflügelwurst-Spezialist Nummer Eins“. Insgeheim denkt sich Gutfried offenbar:

Es ist uns egal, dass sich über 9000 Verbraucher von dem Produkt „Puten Cervelatwurst“ getäuscht fühlen. Wir ändern nichts an unserer Vorgehensweise und informieren weiterhin lediglich auf der Rückseite, in nicht einmal 2 Millimeter großer Schrift, dass die Putenwurst eigentlich eine Puten-Schweinewurst ist.

Im weiteren Verlauf der Standardantwort versucht sich der Wurstfabrikant damit herauszureden, dass „bei lediglich zwei neu eingeführten von etwa fünfzig verpackten Gutfried-Produkten“ in der Rezeptur Schweinefleisch verwendet wird. Stimmt. Und gerade deshalb ist das ein Problem. Beim „Geflügelwurst-Spezialisten Nummer Eins“ erwarten Verbraucher nämlich am aller wenigsten, dass sich ein halbes Schwein in eine Wurst mogelt.

Fazit: Es ist zu bezweifeln, dass die „Anliegen [der Verbraucher] Gehör finden“, wie das Unternehmen behauptet. Denn es bleibt bei vagen Äußerungen, konkret wird Gutfried nicht. An keiner Stelle des Anschreibens klingt an, dass Änderungen an der Aufmachung, Produktbezeichnung oder Rezeptur geplant sind. Im Gegenteil: Das Unternehmen verteidigt seine Vorgehensweise – trotz der bereits über 9000 Verbraucherbeschwerden. Sorgen Sie dafür, dass die Beschwerdewelle nicht aufhört und unterzeichnen Sie jetzt unsere Mitmachaktion.


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